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presseinfo:  
laub musik klingt wie laub und wie niemand sonst auf der welt.

das album klingt gereift, nach zukunft und sehr sehr warm.
es präsentiert grosse wie auch kleine gefühle - vor allem auf der
ballade “wortspur”. musik. von der art, die man für sich haben will.


die geschichte und das umfeld

laub gibts seit ’96 und sie sind seitdem auf kitty-yo. sie waren damit
der erste pophinweis des inzwischen international erfolgreichen
berliner labels, das damit dem postrockhype entkam.

laub, die in der vergangenheit gern als deutsche triphophoffnung
missverstanden wurden, bringen nach 3 jahren pause ihr 3. album
raus und nennen es “filesharing“.
ein konzept, das in erster linie eine arbeitsweise beschreibt, was
heisst: diese platte wurde in den seltensten fällen gemeinsam
produziert. die musik und bilder entstanden in individuellen
prozessen und wurden dann als daten über das netz oder netzwerke
hin- und hergeschoben ausgetauscht, eingebaut, verändert,
zurückgeschoben.

gleichzeitig beschreibt “filesharing” auch die lebenssituation von
laub (antye greie-fuchs und jotka). ein leben, das vorwiegend durch
arbeit im netz geprägt ist, sowohl im technischen (www) als auch
im sozialen sinne (vernetzung). die beiden künstler entwickelten sich
dadurch zu produzenten, um die absolute kontrolle über ihre arbeit
und ergebnisse behalten zu können.

trotz allen “selbermachens” kam es doch zu einigen kooperationen auf
dem album. antye wurde anfang des jahres zu einem beitrag auf craig
armstrongs soloalbum eingeladen. armstrong, der grosse filmscores
geschrieben hat und in der popwelt vielmehr durch streicher oder
klavierarrangements in madonnas “frozen” oder mehrere massive attack
songs berühmt geworden ist, erteilt auf “filesharing” dem song
“getriebe” die verdiente erlösung.
craig armstrong über antye greie-fuchs: “i’ve seen the future in music”.

so entwickelte sich laub vom konstrukt “band” im sinne von rock/pop
und der damit zusammenhängenden instrumentierung zum “laptop-projekt”.
sie trennten sich von freund und langjähriger livebegleitung sebastian
vogel, der inzwischen als schlagzeuger mit kante (auch kitty-yo)
erfolgreich ist.

weitere kooperationen wie mit vladislav delay (luomo, mille plateaux),
schaffhäuser (ware), olaf bender (raster noton), kaffe mathews (anette
works) während der letzten jahre zeigen, dass laub neben vielen eigenen
projekten nicht untätig waren. jotka gründete seine eigene firma für
streaming sound visuals (http://www.armeirre.de) und antye veröffentlichte
ein soloalbum auf orthlong musork, san francisco (kit claytons label
http://www.musork.com) und sie hegt und pflegt die kitty-yo website
(http://www.kitty-yo.com).


die musik

nennen wir es future pop oder digital pop!

trotz der unband- und unsongwritinghaften arbeitsweise handelt es sich
bei “filesharing” keineswegs um eine “clicks und cuts platte”, sondern
um popmusik. im gegensatz zu anderen künstlern, die sich die zukunft
zusammencasten und konventionelle (song)strukturen erneuern, indem sie
sich von “modernen/futuristischen” künstlern und produzenten produzieren
lassen, entsteht laubs sound über einen vorsprung durch technik, jotkas
auseinandersetzung mit innovativen digitalen konzepten, den umgang damit.

konsequent weiterentwickelter sound und fähigkeiten. eine mischung aus
pop, experimenteller elektronik, soundprozessen, stimmenprozedur,
laptops und file transfer protokol.

antye textet im zeitgenössischen gebrauch von alltagssprache und lyrik.
einfache worte machen eigene worte. man findet emotionale
spracherforschung und dann wieder “oldscool” wie getriebe oder bahnhöfe,
oder technisch “entwickeln wir uns vorwärts auf code” (morgen), oder
wie eiskalt kann man romantisches zwischen ambient und gebrochene beats
setzen, das tatsaechlich singt: “wir fahren mit dem mofa durch lavendel”
(mofa). charmant im umgang mit deutscher sprache und pop.


die cd rom

laub legen ihrem werk “filesharing” einen zweisprachigen cdrom-teil
bei, der wie eine datenbank aufgebaut ist, mit texten (z.b. englischen
Interpretationen der lyrics), fakten wie diskographie, druckfähigen
photos, und 140 audiosamples aus der prokuktion des vorliegenden albums.
die vielbesprochene “open source in der praxis.
ein angebot, “filesharing” für andere zu öffnen.


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